Seinesgleichen geschieht  

Es gibt ein paar gute Gründe, freundlich über den Staat zu reden

Der Kommentar des Herausgebers


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 33/14 vom 13.08.2014

Als ich vergangene Woche hier schrieb, den Kampf gegen den Krebs gewinne man nicht, war ich zu existentialistisch gestimmt. Ich wünsche allen Menschen, die diesen Kampf kämpfen, dass sie ihn gewinnen. Hätte ich geschrieben, den Kampf gegen den Tod gewinnt man nicht, hätte ich wohl Recht gehabt, aber auch damit hätte ich nicht sagen wollen, man solle nicht gegen ihn kämpfen. Gerade jene Kämpfe, die man nicht sicher gewinnt, noch mehr jene, die man ziemlich sicher verliert, sind es wert, gekämpft zu werden. Alle Leserbriefschreiberinnen und Twitterratten haben mich zu Recht daran erinnert.

Ich schrieb den Satz in meinem Nachruf auf Barbara Prammer. Diese Frau erweckte durch ihren Tod die Trauerfähigkeit der Republik in erstaunlichem Maß. Da gibt es noch was, staunte das Publikum. Wie immer merkte es auf, als es ihm entzogen wurde. Es war nicht gerade republikanische Sehnsucht, die da wach wurde, aber doch der Wunsch nach einer tadellosen Repräsentantin, überhaupt nach tadellosen

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