Peinlich, wie wir 1989 nicht feiern

Falter & Meinung | Kommentar: Barbara Tóth | aus FALTER 33/14 vom 13.08.2014

Alle gedenken des Ersten Weltkriegs, aber wer kümmert sich um den Fall des Eisernen Vorhangs vor 25 Jahren?

W ann wurde an Österreichs Grenzen zuletzt wirklich Geschichte geschrieben? Ganz sicher vor genau 25 Jahren, am 19. August 1989. Damals flüchteten rund 700 DDR-Bürger bei Sopron von Ungarn nach Österreich. Ein harmloses Fest mit dem Titel "paneuropäisches Picknick“ direkt an der österreichisch-ungarischen Grenze war der Auslöser für den ersten Massenexodus von Ost nach West. Es gilt heute als Generalprobe für den Mauerfall am 9. November.

1989? Eiserner Vorhang? DDR? BRD? Kommunismus? Kalter Krieg? Für die nach dem Wendejahr Geborenen sind das Begriffe wie aus einer fernen Vergangenheit.

Aber nicht nur für sie. Auch im - ohnehin dürren - Gedenkfahrplan der österreichischen Regierung kommt das Jahr 1989, das sich heuer zum 25. Mal jährt, nicht vor. Der 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges hat dem jüngeren, aber mindestens genauso wichtigen Großereignis


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