Der Aufstand gegen den Hass

Politik | Reportage: Nancy Waldmann und Martin Nejezchleba | aus FALTER 33/14 vom 13.08.2014

Roma werden in Tschechien nicht nur systematisch ausgegrenzt, sondern auch regelmäßig durch Hetzmärsche angefeindet. Neuerdings halten sie dabei nicht mehr still

Mit den Armen umklammert Rübezahl die Beine seines vierjährigen Sohnes. Er sitzt auf seinen Schultern und wird diesen Platz heute nicht mehr verlassen. Rübezahl heißt eigentlich Gustav, den Spitznamen hat er wegen seines lockigen Barts. Rübezahl ist Rom. Und während sich auf dem Friedensplatz in seiner Stadt, im tschechischen Ústí nad Labem, die Neonazis in Stimmung brüllen, blickt Rübezahl interessiert und skeptisch auf die jungen Antifa-Aktivisten. Sie sind aus Prag und aus dem nahen Sachsen in seine Straße gekommen, um Leute wie ihn zu beschützen.

Die Arbeiterpartei für soziale Gerechtigkeit (DSSS) hat braune Kameraden aus Tschechien, Deutschland, Italien und der Slowakei zu einer der ersten großen Demonstrationen in diesem Jahr zusammengetrommelt. Offiziell protestieren sie gegen das "Brüsseler Diktat“. Rechtsextremisten


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