Technik  

Ist Nokia nun tatsächlich wieder im Aufwind?

Dinge, die uns brauchen

Medien | Prüfbericht: Thomas Vasek | aus FALTER 33/14 vom 13.08.2014

Es gab Zeiten, da war ein Nokia das Maß aller Dinge. Wer sich heute ein Nokia-Smartphone zulegt, braucht schon besonders gute Gründe. Dabei sind die Geräte wieder besser geworden, das liegt natürlich am Windows-Phone-Betriebssystem, welches das hoffnungslos veraltete Symbian abgelöst hat.

Und seit Microsoft den finnischen Hersteller gekauft hat, sind die Nokia-Geräte zumindest gefühlt wieder im Aufwind. Das Nokia Lumia 630 besticht zunächst einmal durch seinen Preis von gerade einmal 159 Euro. Es hat einen sehr ordentlichen Vierkernprozessor, was in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Das 4,5-Zoll-Display bietet eine angenehme Größe bei mittelmäßiger Auflösung und besteht aus robustem Gorilla-Glas.

Die acht GB Speicherkapazität sind zwar nicht üppig, lassen sich aber per Micro-SD auf bis zu 128 GB aufrüsten. Geboten wird zudem eine 5-Megapixel-Kamera ohne Blitz, dafür gibt es weltweite Offline-Navigation. Als Käufer hat man die Wahl zwischen verschiedenen knalligen Farben. Mit 134 Gramm ist das Lumia 630 für seine Größe etwas schwer. Aber für das wenige Geld kann man nicht alles haben. Immerhin hat der Akku eine sehr gute Ausdauer.

Leider umweht das Gerät gerade eine etwas ungute Symbolik: Angeblich will Microsoft einigen tausend Nokia-Arbeitern in Peking ein Lumia 630 anbieten, damit sie im Rahmen einer Entlassungswelle freiwillig kündigen.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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