Wien, wo es isst  

Sommergrätzel VII: Südstadt - mehr als die Admira-Kantine

Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 33/14 vom 13.08.2014

Es gibt zwei Gründe, in die Südstadt zu fahren. Entweder man wohnt dort, 4000 Menschen tun das, etwa die Hälfte aller Einwohner von Maria Enzersdorf, oder man kommt, um sich ein Admira-Match anzuschauen. Der dritte Grund wäre, eine 1960er-Jahre-Mustersiedlung zu besuchen, mit 2000 Wohnungen in Bungalows, Stelzenhäusern und Wohnblocks, mit zentralem Einkaufszentrum, Kirche, Kindergarten und Postamt, mit dem später dazugekommenen Leistungssportzentrum und der EVN-Zentrale, der ursprünglichen Arbeitsstätte der Südstadt-Einwohner. Ein beängstigendes "Nummer 6“-Szenario.

Das flaumige Kipferl

Das Einkaufszentrum pfeift heute natürlich aus dem letzten Loch, die nahe SCS und der nahe Ortskern Mödlings machen’s den Läden nicht leicht, Senioren scheinen heute das Zielpublikum zu sein. Auch in der Café Konditorei im linken Flügel des EKZ sitzen hauptsächlich ältere Damen und tun sich an Cremetorten gütlich. Zehn Sorten sind vorrätig, zugekauft von drei Großkonditoreien, darunter

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