"Faustschlag“ oder Intrige?

Steiermark | Recherche: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 33/14 vom 13.08.2014

In der Grazer Karlau soll ein Justizwachebeamter einem Häftling ins Gesicht geschlagen haben

Immer aufs Neue gerät die Grazer Justizanstalt Karlau seit vergangenem Herbst in die Schlagzeilen: Unter den Häftlingen kam es seither zu gleich vier außergewöhnlichen Todesfällen wegen Suchtmittelmissbrauchs und Suizid. Ronny D. war trotz aktenkundiger Selbstmordgefahr in eine Absonderungszelle verlegt worden und hatte sich dort erhängt (Falter 12/14). Nun soll ein Justizwachebeamter einen Häftling geschlagen haben. Zumindest behauptete dies einer seiner Kollegen gegenüber dem neuen Karlau-Chef Josef Mock. Dieser brachte vergangene Woche eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft ein, so Christian Timm von der Vollzugsdirektion im Justizministerium, der die Erhebung der Vorwürfe bestätigt. Ein turbulenter Start für Mock: Er hatte Österreichs drittgrößtes Gefängnis erst im Juli übernommen.

Der Insasse habe in seiner Zelle getobt, berichtet Timm. "Da muss man natürlich


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