Phettbergs Predigtdienst

Ich sitz an allen Ecken und Enden

Kolumnen | aus FALTER 33/14 vom 13.08.2014

Hermes Phettberg führt seit 1991 durch das Kirchenjahr

Während ich in der Sonne briet auf der Bank vor Hausnummer 102, kam ein Gentleman auf mich zu und sagte: "Ich verehre Sie! Was tun Sie jetzt?“ Ich hörte ihn schwer enttäuscht, dass ich nichts zusammenbringe. De facto sitz ich an allen Ecken und Enden und schaue mich eckig nach Jeansboys in hautengen Jeans, die exakt säßen, doch unter Hunderten seh ich vielleicht zwei, die Jeans auch so anbeten müssen wie ich, wahrscheinlich. Denn du siehst, wie sie sich mühen, dass ihnen ja alles sitzt.

Heute großer Loquai-Tag, es kommt der Bezirksvorsteher Markus Rumelhart zum "Gespräch im Freien“. Weil ich total vernarrt bin, im Freien mich aufzuhalten, bat ich heute meine Heimhilfe, Herrn Pape, mir das Menü vom Steman mit Häferlkaffee zum Loquaiplatz zu bringen: Speckknödel in versalzener Rindssuppe, gebackenes Putenschnitzel mit heurigen Petersilkartoffeln, und Sir eze servierte dazu Mohnstrudel vom Hofer. Ich werde Herrn Rumelhart bitten, sich einmal die Toiletteanlagen um Gumpendorf rundherum anzuschauen.

Interessant, die ganze Zeit sind Wespen auf mich narrisch, aber nie seh ich hier in Gumpendorf Gelsen. Ich weiß mir mit mir halt nix anzufangen, ansonsten, alle Welt weiß sich auch mit mir nix anzufangen.

In der Tat konnte ich dem Bezirksvorsteher meine Gestionszitate vom Mi., 9.4.14 und Fr., 25.4.14 geben (http:// www.phettberg.at/gestion1404.pdf), und er gab mir die Telefonnummer vom Bezirksamt, wo ich jederzeit anrufen könnte, wenn kein Klo offen ist oder kein Licht dort ist. Er sagte, er kennt mich schon lange, er kam schon öfters im Namen der Volkshilfe zu mir, von der ich jahrelang schon betreut werde. Er trug ein rosa Hemd und gefällt mir extrem.

Ich würde mich auch so freuen, wenn ich meine zwei Riesenträume in der Nacht von gestern auf heute im Hirn noch hätte: Jedenfalls, einer davon war, wie ich von meinem schwarzen Nordmende-Radioapparat träumte, der noch in meinem Elternhaus liegt mit einem Stapel von Zeitschriften usw., z.B. hab ich alle Forvm-Hefte und fast alle Profil- und Furche-Ausgaben. Mein ganzes Elternhaus ist vollgestopft mit Sammelsurien (…), wenn sich da ein Sammler fände, würde er narrisch. Was der nicht alles an seltenen Heften fände …

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