ENDLICHSTEUERFREI!

Vergangene Woche beging Österreich den Tax Freedom Day. Was steckt dahinter?

Politik | Bericht: Joseph Gepp | aus FALTER 34/14 vom 20.08.2014

Tage zu definieren ist ein wirksames Mittel, auf Probleme hinzuweisen. Der "Equal Pay Day" zum Beispiel (14. März) ist jener Tag, bis zu dem Frauen statistisch gratis arbeiten, weil sie nicht gleich viel verdienen wie Männer. Oder der "Earth Overshoot Day" (20. August): Ab diesem Tag hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die in einem Jahr neu entstehen, und lebt somit auf Pump.

Vergangene Woche war wieder so ein Tag: 12. August, "Tax Freedom Day". Das ist jenes Datum, bis zu dem Österreichs Steuerzahler durchschnittlich arbeiten müssen, um jene Steuern und Abgaben zu verdienen, die sie an den Staat leisten.

Politik und Medien befassten sich breit mit dem Tag. Er sei ein Alarmsignal, so der Tenor. Mehr als die Hälfte des Jahres arbeite man "für einen überdimensionierten und unbeweglichen Staatsapparat", sagte etwa Neos-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn. Immer mehr Steuergeld fließe "in das schwarze Loch des Staatshaushalts", sekundierte die Junge Industrie.


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