Chicks on Speed

Wiens neues und erstes Hard Rock Café imitiert Amerika und ehrt das seichte Pop-Austria


Stilkritik: Matthias Dusini
Stadtleben | aus FALTER 34/14 vom 20.08.2014

Mit einem herzhaften "High Five" begrüßt der Kellner die Gäste, die er nach erfolgter Anmeldung zum Tisch führt. Am Hals baumelt ein Backstage-Pass mit Souvenir-Anstecknadeln und dem Namen der Firma, Hard Rock Café (HRC). Lokale mit diesem Namen gibt es seit den 1970ern. Ihr Kennzeichen sind Devotionalien von Popmusikern. An der Wand hängen Goldene Schallplatten, E-Gitarren und auf Konzerten getragene Kleidungsstücke. Seit wenigen Tagen gibt es auch in Wien eine Filiale der Kette, die inzwischen einem Indianerstamm gehört.

Die Inneneinrichtung ähnelt jenen belanglosen Bistros und Cafeterias, die im Zuge der Globalisierung in alle größeren Städte Einzug gehalten haben. Amerikanisch wirkt das Service, das die Kunden mit Angeboten bombardiert. "Möchten Sie Swiss Cheese oder American Cheese?", "Möchten Sie unserem Club beitreten?" Und dreimal: "Wie hat Ihnen unser Burger geschmeckt?" Getränke, Speisen und Rechnung werden in einer orstunüblichen Geschwindigkeit verabreicht. Die

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