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Mariahilf: Ein Mieter, der nicht ausziehen wollte, stirbt auf der Baustelle

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Politik | Nicole Schöndorfer | aus FALTER 34/14 vom 20.08.2014

Das einstöckige Haus in der Esterházygasse ist eine einzige Baustelle. Schon seit Mai. Kaum vorstellbar, dass Cafer I. bis vor zwei Wochen noch hier gewohnt hat. Jetzt ist der 65-Jährige tot, und das Haus kann generalsaniert werden.

Cafer I. war der letzte verblieben Mieter gewesen, er hatte sich stets geweigert auszuziehen, war deshalb auch schikaniert worden, berichtet der Standard. Am 2. August wurde er laut Polizei im baustellenbedingt abgesperrten Haupteingang gefunden. Von Gittern erdrückt, seine Schuhe lagen neben ihm.

Puls 4 filmte blutige Fingerabdrücke an der Wand, auf vier Fenstern im oberen Stock steht mit weißer Farbe "Hilfe" und "Hilfe Polizei" geschrieben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen fahrlässiger Tötung. Seine Verwandten glauben an Mord. CAfer I. war 43 Jahre lang Bauarbeiter und kenne sich viel zu gut aus, um so zu verunglücken.


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