LANDTAGSWAHLEN IN VBG

Was ist los in Vorarlberg?

Vorarlberg wählt. Warum tickt das Land hinterm Arlberg anders als der Rest Österreichs? Ein Erklärungsversuch

Politik | Essay: Ingrid Thurner | aus FALTER 34/14 vom 20.08.2014

Sie grüßen bevorzugt mit dem Wort "Heil" oder "Heile", sie verteidigen mit Zähnen und Klauen ihr Mohrenbräu, aber für antisemitisch oder rassistisch halten sie sich nicht. Der Gruß, behaupten sie, sei unpolitisch. Und gegen's Mohrenbräu und sein Logo anzutreten ist zwischen Bregenz und Bludenz ungefähr so riskant, wie anderswo eine Mozartkugel zu zertreten, ein Sakrileg, ein Angriff auf die nationale Identität ("es hat immer schon so geheißen").

Wie immer schon agiert auch die ÖVP und stützt sich auf die Hälfte der Stimmen, Sozialisten sind weggewählt, fristen ein kümmerliches Dasein und dümpeln neben den Grünen bei zehn Prozent vor sich hin. Es ist lange her, dass ein Kaspanaze Simma Aufbruchstimmung vermittelte. Wer kann sich an den Mann überhaupt noch erinnern? Seither hieß der schillerndste Politexport Hubert Gorbach, der war gar nicht so unbeliebt, schließlich hat er den Wienern auf der Nase herumgetanzt, damit konnte er im Westen punkten. Aber dann ist dem Langzeit-Unschuldsvermuteten


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