"Ich bin der Größte der Jetztzeit"

Der Wiener Rapper und Geschäftsmann Nazar hat nicht nur eine große Klappe, sondern auch einiges auf dem Kasten. Ein Gespräch über Geld, Ruhm, Politik und die Wiener Polizei

Feuilleton | Interview: Sebastian Fasthuber, Nicole Schöndorfer | aus FALTER 34/14 vom 20.08.2014

Vor sechs Jahren war Ardalan Afshar alias Nazar erstmals Gegenstand eines großen Falter-Artikels. Damals hatte er gerade sein erstes Album veröffentlicht und führte Florian Obkircher durch sein Favoriten. Dort wohnt Österreichs erfolgreichster Rapper, den man auch in Arman T. Riahis Dokumentarfilm "Schwarzkopf"(2011) näher kennenlernen konnte, immer noch. Mit seinem neuen Album "Camouflage" ist er auf dem Weg zum absoluten Superstar. Im Gespräch drückt er sich höflicher aus als in seinen Texten. Emotional wird er nur bei Fragen zu politischen Themen.

Falter: Für Ihr neues Album "Camouflage" hatten Sie ein Budget von 500.000 Euro zur Verfügung. Wie kommt es zu einer so unfassbaren Summe?

Nazar: Mittlerweile sind wir sogar über dem Budget, weil Universal Music gesehen hat, dass es sich lohnt zu investieren. Es wird zum Beispiel ab 9. September eine 300-Quadratmeter-Plakatwand beim Naschmarkt geben, die 38.000 Euro pro Monat kostet.

Bisher haben Sie alles selbst gemacht. Sind Sie des


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