Baumgartner ermittelt

Ein Graz-Krimi ist das Debüt des Physikers und Slackline-Abenteurers Reinhard Kleindl

Steiermark | Bericht: Maria Motter | aus FALTER 34/14 vom 20.08.2014

Der Body-Count - also die Anzahl der Getöteten - ist nicht allzu hoch. Die Spannung zieht "Gezeichnet" aus anderen Effekten. Das Krimidebüt des Grazers Reinhard Kleindl ist vor kurzem bei Haymon erschienen, und mit Franz Baumgartner, einem verschlossenen, doch augenblicklich sympathischen Chefinspektor, bewegt man sich als Leser ganz nebenbei durch die Stadt an der Mur. Im Mathematikinstitut in der Heinrichstraße liegt eine tote Frau, komplett verdreht sind Ober-und Unterkörper, Blut an den Wänden, und in der Ecke entdeckt Baumgartner eine Handkreissäge. Der Tatort ist bizarr, Kleindls Figuren sind präzise Charaktere, durchdrungen analysiert und realistisch verankert.

Dabei hatte sich Reinhard Kleindl, den man als Slackline-Abenteurer kennen könnte, bislang der Science-Fiction verschrieben und diese unter Pseudonym veröffentlicht. "Die Naturwissenschaft und die Faszination für Wissenschaftsphilosophie waren mein Zugang. Hard Science-Fiction nennt sich das Genre", erklärt Kleindl.


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