Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Sommergrätzel VIII: Groß-Enzersdorf, kleiner als gedacht

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 34/14 vom 20.08.2014

Groß-Enzersdorf, ein Ort, mit dem es die Geschichte nicht immer gut meinte: Verwüstung durch die Türken 1529,1554 Zerstörung durch Brand mit nachfolgendem Einfall von Wölfen, dann schwedische Truppen im Dreißigjährigen Krieg, Pest, dann nochmal Türken. Da nützte auch die 1396 errichtete Stadtmauer wenig, die übrigens immer noch steht. Und nicht dagegen half, dass die Stadt dank "Marchfeldcenter" gänzlich ausstirbt.

Famose Marchfeld-Pastrami

Ein bisschen Infrastruktur gibt es in der Stadt, die immerhin nah zur Lobau und nah zu den Spargelfeldern liegt, aber noch. Etwa die Feinkostfleischerei Neumayer, eine große, prächtige, altehrwürdige Fleischhauerei, die zu betreten man sich nicht durch die farbkopierten Dokumentationen diverser Partyaufschnittplatten in der Auslage abschrecken lassen sollte. Die machen hier nämlich Pastrami, etwas salzig und mager, aber immerhin. Außerdem gibt's Rindsrouladen zum Mitnehmen, und Erdäpfel und Honig von Bauern aus der Umgebung bekommt man


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