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Die Glosse vom Falter

Falter & Meinung | aus FALTER 34/14 vom 20.08.2014

Jeder erinnert sich an den einen anderen Lehrer. In der Musikstunde singt er mit der Klasse nicht Schubert, sondern James Blunt. In der Lateinstunde kocht er altrömisch, damit die trockenen Vokabeln besser schmecken.

"ZiB 2"-Moderator Armin Wolf ist der Reformpädagoge des österreichischen Fernsehens. Statt einfach nur die Nachrichten des Tages vorzulesen - in der Schule nennt man es Frontalunterricht -, schlüpft er in die Rolle des Performers. Einmal legte er sich auf den Moderatorentisch. Zuletzt stieg er auf den Tisch, um des verstorbenen Schauspielers Robin Williams zu gedenken. Dieser hatte in "Club der toten Dichter" einen engagierten Lehrer gespielt, der auf dem Tisch stehend ein Gedicht rezitierte, um die Schüler zu freiem Denken zu inspirieren.

Was war das doch gleich noch einmal für ein Gedicht? Und wovon wollte Wolf eigentlich berichten? Das Wissen über Literatur und das Weltgeschehen vergeht, aber die Erinnerung an verhaltensauffällige Lehrer mit einer Begabung für Selbstdarstellung bleibt.


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