Stadtrand Urbanismuskolumne

Kampfzone Begegnungszone

Birgit Wittstock ist für Leben und Lebenlassen in der Mahü-Begegnungszone

Stadtleben | aus FALTER 34/14 vom 20.08.2014

Wegen der Fuzo Mahü gab es in den vergangenen Monaten ja eigentlich genug Knatsch. Nun ist der erste Abschnitt also schon früher fertig als geplant, die Leute lassen sich auf den neu aufgestellten Bänken die Sonne ins Gesicht scheinen und flanieren über die schick gepflasterte Straße . Ende gut, alles gut, sollte man meinen. Weit gefehlt. Die Mahü ist immer noch Kampfzone, und Stein des Anstoßes ist, wie schon zu Beginn des Projekts, die Begegnungszone -oder vielmehr die "Fahrradrowdys". Die brettern nämlich immer noch vereinzelt durch die Fuzo, und das, obwohl während der Baustelle Fahrverbot herrscht. Das treibt so manchen Flaneur auf die Palme. Neulich, als sich wieder ein Radler erfrechte, durch die Baustelle zu rollen, ist er vom erbosten Mob blockiert und am Weiterfahren gehindert worden. Ein Mittfünfziger zerrte den jungen Mann wütend und mit festem Griff während der Fahrt am T-Shirt vom Rad und las ihm lauthals die Leviten. Es gab sogar Szenenapplaus von ein paar Banksitzern. Der junge Mann flüchtete schiebend.

Wird höchste Zeit, dass die Mahü endlich fertig wird.


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