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Pressekolumne

Medien | BARBARA TÓTH | aus FALTER 35/14 vom 27.08.2014

Mit den Straßenkämpfen zwischen schwarzen Jugendlichen und Polizisten in der US-Kleinstadt Ferguson in Missouri ist auch das Wort "Rassenunruhen" wieder aufgetaucht. Ich hätte gedacht, es wird allenfalls noch im historischen Zusammenhang verwendet, für jene Konflikte, die in den 1960er-Jahren die USA prägten.

"Schwere Rassenunruhen in Missouri" titelte die Presse gleich zu Beginn der Auseinandersetzungen vor über zwei Wochen. Auch Standard, Kurier, Heute, je selbst die Nachrichtenagentur APA verwendete das Wort. Letzten Freitag tauchte es im Leitartikel der Kleinen Zeitung auf. Für mich ist das in etwa so, als würde man "Negeraufstand" schreiben. Das war in den 1860er-Jahren vielleicht gängig, würde aber heute niemand mehr machen.

Für das, was in Ferguson passiert, kann man ohne Probleme bessere Bezeichnungen finden. So wie der britische Guardian. Der spricht einfach von den "Ferguson Riots". F


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