Halb neun oder halb vier?

In sechs Wochen eröffnet der Hauptbahnhof. Ein bisschen was konnte man jetzt schon sehen

Stadtleben | BAUSTELLENBESUCH: CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 35/14 vom 27.08.2014

Die Zeiger der riesige Uhr an der gläsernen Fassade des neuen Wiener Hauptbahnhofs bewegen sich noch nicht. Je nachdem, ob man sich innerhalb oder außerhalb des Gebäudes beim Südtiroler Platz befindet, zeigt die Bahnhofsuhr halb neun oder halb vier an. Die spiegelverkehrte Zeitanzeige ist nicht das einzige Erstaunliche an dem Verkehrsknotenpunkt mit Einkaufszentrum, das am 10. Oktober in Betrieb gehen soll und nun im Zuge eines Medientermins zu besichtigen war.

Erstaunlich ist, dass Wiens großer Bahnhof von außen eher wie ein Brückenbauwerk mit ein paar Flugdächern wirkt. Innen allerdings ist der Bau ein echtes Gebäude. Mit marmorverkleideten Wänden und Böden, gläsernen, indirekt beleuchteten Decken und überraschend viel Tageslicht. Und natürlich einer Menge Rolltreppen, Stiegen und Aufzügen, damit die vielen Menschen -ab Dezember halten hier inklusive S-Bahn täglich 1000 Züge -nicht nur schnell von der U1 oder der großzügig geplanten Tiefgarage zu den Bahnsteigen kommen,


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