Der Druck steigt

Die Gewerkschaften kämpfen um eine Steuerreform. Wurde die neue Gesundheitsministerin nur ausgewählt, um sie ruhigzustellen?

Politik | BERICHT: RUTH EISENREICH | aus FALTER 35/14 vom 27.08.2014

Die fachliche Kompetenz kann man der neuen Gesundheitsministerin kaum in Abrede stellen: Sieben Jahre lang hat Sabine Oberhauser als Ärztin gearbeitet. Sie hat nach Medizin auch Gesundheitsmanagement studiert, im Parlament war sie bis 2013 SPÖ-Gesundheitssprecherin. Gut doppelt so lang wie ihre Laufbahn als Ärztin ist jedoch ihre Karriere als Gewerkschafterin, für die sie sich 1998 vom Job freistellen ließ: In 16 Jahren schaffte sie es von der kleinen Personalvertreterin zur Vizepräsidentin des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB). Grund genug für Spekulationen, sie habe das Ministeramt, das sie im Zuge der Personalrochade nach dem Tod von Parlamentspräsidentin Barbara Prammer übernimmt, mehr noch ihrer gewerkschaftlichen als ihrer medizinischen Laufbahn zu verdanken. Denn der ÖGB setzt die SPÖ-Regierungsriege beim Thema Steuern enorm unter Druck. Über 400.000 Menschen haben die Petition "Lohnsteuer runter!" schon unterschrieben. Darin fordern die Gewerkschaften niedrigere


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