Es ist nicht schwer, Herrscher auf Lebenszeit zu werden

Ein norwegischer Journalist hat einen ungewöhnlichen Karriereratgeber geschrieben. Er erklärt darin, wie man ein guter Diktator wird

Politik | REZENSION: ANDREAS KREMLA | aus FALTER 35/14 vom 27.08.2014

Sogar die Sprache lässt sich tyrannisieren. Das Grundnahrungsmittel Brot taufte Turkmenistans Präsident Saparmyrat Nyýazow auf den Namen seiner Mutter. Auch die Wochentage ließ er zu Ehren seiner Familie umbenennen. Noch weiter in der Hitparade der Selbsterhöhung bringt es wohl Haitis ehemaliger Langzeitherrscher François Duvalier, genannt "Papa Doc"; mit seiner landesweit verpflichtenden Coverversion des Vaterunser: "Unser Doc, der du dein Leben lang im Nationalpalast bist, geheiligt werde dein Name ( )"

Es ist ein schillerndes Skurrilitätenkabinett aus aller Absolutherrscher Länder, das der norwegische Journalist Mikal Hem in seinem Buch eröffnet. Es ist als Ratgeber geschrieben, vordergründig lustig, aber mit ernstem Hintergrund.

Die Strategien und Schrullen all dieser Ausbeuter zu sammeln erfordert mehr, als kurz einmal im Netz zu recherchieren. Hem beschäftigt sich seit Jahren mit den letzten Kaisern dieser Welt.

In seinem Blog "Diktatornytt" berichtet er mehrmals wöchentlich


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