Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Bevölkerungswachstum: Wien liegt eigentlich in Skandinavien

Politik | BARBARA TÓTH | aus FALTER 35/14 vom 27.08.2014

Wien wächst, und zwar rasant, das hat sich inzwischen herumgesprochen. Die magische Grenze von zwei Millionen Einwohnern dürfte im Jahr 2029 durchbrochen werden. Dann hat Österreichs Hauptstadt erstmals wieder so viele Einwohner wie um die vorletzte Jahrhundertwende. 1910 lebten 2,1 Millionen Menschen in Wien, während des Ersten Weltkrieges waren es kurzfristig sogar 2,35 Millionen, weil viele Kriegsflüchtlinge ins alte Zentrum der Monarchie strömten.

Damit liegt Wien im EU-Vergleich im Spitzenfeld mit skandinavischen Städten wie Helsinki, Kopenhagen oder Den Haag. Am schnellsten wächst Stockholm, dort werden in 20 Jahren um 28 Prozent mehr Menschen leben. In Wien werden es zwölf Prozent mehr sein. Dramatisch schrumpfende europäische Städte sind Riga, Lissabon und Budapest. Riga wird in den nächsten 20 Jahren 26 Prozent weniger Einwohner haben, Budapest 14 Prozent weniger.

Am stärksten wachsen wird in den nächsten zwei Jahrzehnten der Bezirk Donaustadt. 168.665 Bewohner zählten die Statistiker im Jahr 2014, 215.661 werden es 2029 sein. Die Innere Stadt hingegen schrumpft. 16.434 Menschen leben derzeit dort, 2029 sollen es 14.927 sein.


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