Nüchtern betrachtet

Lasst uns doch wieder mal was machen

Feuilleton | aus FALTER 35/14 vom 27.08.2014

Der Roman, den ich soeben gelesen habe (und eventuell später an anderer Stelle kurz verreißen möchte), spielt unter Twentysomethings, die sehr viel verschreibungspflichtige Substanzen zu sich nehmen und ständig über ihren MacBooks hängen, um dort ihre E-Mails und Facebook-Seiten zu checken. Mitunter raffen sie sich dazu auf, ins Kino zu gehen oder in Las Vegas zu heiraten, hauptsächlich aber hängen sie auf von anderen Leuten ausgerichteten Partys rum, wo sie verschreibungspflichtige Substanzen zu sich nehmen und über ihren MacBooks hängen.

Der unschön frequente Gebrauch des Verbes "hängen" im ersten Absatz hängt mit dem Passivismus der partyparasitären Protagonisten zusammen, der vermutlich zeitdiagnostisch gemeint ist, dem von der Kritik gehypten Roman jedenfalls dahingehend ausgelegt worden ist. Falls dieses Thema wissenschaftlich noch nicht hinreichend aufgearbeitet sein sollte, würde ich gerne ein interdisziplinäres Forschungsprojekt anregen, das den historischen Ursprüngen


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