Schaden Sanktionen nur der Konjunktur?

Ein Sparpaket droht wegen der Sanktionen der EU gegen Russland. Es würde die Konjunktur weiter bremsen

Falter & Meinung | KOMMENTAR: MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 35/14 vom 27.08.2014

Nun löst die Russland-Krise eine neuerliche Konjunkturabschwächung aus. Erstaunlich, wie politisch bedeutende, wirtschaftlich aber recht eingegrenzte Phänomene die ganze Volkswirtschaft erschüttern können. Nach Russland gehen nur drei Prozent des österreichischen Exports. Die Auftragseingänge sinken bereits, das wird sich über den Umweg Deutschland noch verstärken. Die Folge ist ein Rückgang der Produktion in der Industrie und auch der Investitionsbereitschaft der Unternehmen.

Bemerkenswert, wie in Brüssel reagiert wird: Noch bevor ein einziger Paradeiser weniger nach Russland geliefert wird, ist schon ein 125 Millionen schweres Subventionsprogramm für die Landwirtschaft aus dem Boden gestampft, und der österreichische Agrarminister ruft in einem dramatischen Appell zum patriotischen Verzehr heimischer Äpfel auf. Von solcher Aufmerksamkeit können die mehr als fünf Millionen arbeitslosen Jugendlichen in der EU nur träumen.

Die Russland-Sanktionen bilden allerdings nur den


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