Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Sommergrätzel IX: Nicht nur Hostien in Heiligenkreuz

Stadtleben | aus FALTER 35/14 vom 27.08.2014

Wenn die Sonne richtig scheint, dann riecht es hier in der Gegend nach Süden. Da duften die Föhren und Kiefern, die hier auf kargem Kalkstein wachsen, fast ein bisschen wie in Kroatien. Dass die Zisterzienser nach Heiligenkreuz kamen, weil es so schön ist, muss man nicht annehmen, seit 1133 sind sie jedenfalls da, bauten im Laufe der Jahrhunderte ein mächtiges Kloster, das zum religiösen Zentrum wurde und heute auch eines der wichtigsten Priesterseminare beherbergt. Und in einer Kapelle werden sowohl eine Kreuzreliquie als auch Teile der Dornenkrone aufbewahrt, nur falls das wen interessiert.

Essen im Kloster

Man kann im Kloster auch essen, der Klostergasthof ist darauf ausgelegt, jede Menge Pilger bewirten zu können, der Garten ist groß, die sind Stuben weitläufig, das Sortiment ist unspektakulär, aber immerhin gibt's immer Wild aus den klostereigenen Jagden und Bier aus dem Stift Schlägl im Mühlviertel. Im Kloster selbst findet man außerdem einen Klosterladen, in dem vor allem

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