Gelesen Bücher, kurz besprochen

Politik | aus FALTER 35/14 vom 27.08.2014

Buseks spannende Memoiren

Zu "gscheit für die Politik", dieses Urteil begleitete den ehemaligen ÖVP-Chef und Wissenschaftsminister Erhard Busek die längste Zeit. In der Tat war Busek einer der wenigen klassischen "Intellektuellen", die Österreichs bürgerliche Politik in den letzten zwei Jahrzehnten hervorbrachte. Als Wiener ÖVP-Chef machte er mit seiner grün-alternativ angehauchten Kampagne der "bunten Vögel" Furore, als ÖVP-Bundeschef gestaltete er den EU-Beitritt mit. Mit ihm verbindet man bis heute die Idee einer mitteleuropäischen Nachbarschaftspolitik.

Nun hat Busek endlich seine Memoiren geschrieben. Endlich, weil er nicht nur viel zu erzählen hat, sondern es auch blendend kann. Busek berichtet anekdotenreich, manchmal etwas sentimental, was man ihm gerne zugesteht, und er spart nicht mit - bisweilen bissigen -Bonmots.

Seine Beziehung zu Wolfgang Schüssel etwa, vier Jahre jünger als er, sei "der einzige Schmerz, der mir aus der politischen Zeit geblieben ist". Schüssel


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