Der Kollaps des Kaputtalismus

Wirtschaftswissenschaftler wie Thomas Piketty, Paul Krugman & Co wollen den Kapitalismus vor sich selbst retten. Doch auch die Stimmen jener linken Ökonomen werden lauter, die daran zweifeln, dass das überhaupt noch möglich ist

DEBATTEN-ÜBERBLICK: ROBERT MISIK | Politik | aus FALTER 36/14 vom 03.09.2014

Wenn ein Buch so einschlägt wie Thomas Pikettys monumentales "Capital in the 21st Century", dann liegt das meist nicht allein an seiner Qualität, sondern daran, dass "die Welt" offenbar darauf gewartet hat, was präziser formuliert heißt: dass das diskursive Feld bereitet ist, ohne das es seine Wirkung nicht entfalten könnte. Dieses Buch, so pries Nobelpreisträger Paul Krugman, werde "die Wirtschaftswissenschaft verändern". Und der linksliberale Essayist Will Hutton sekundiert im Guardian: "Man muss in die 1970er zu Milton Friedman zurückgehen, um einen Wirtschaftswissenschaftler zu finden, der einen solchen Einfluss ausübte."

Dass möglichst ungeregelte Märkte und ein Staat, der sich aus dem Wirtschaftsleben weitgehend heraushält, zu immerwährender Prosperität führen würden, das glauben heute nur mehr weltfremde Ideologen. Die Politik folgt trotzdem, und sei es nur aus Gewohnheit, den Rezepten dieser Ideologie, was alles nur noch schlimmer macht. Gerade eben rutscht die Eurozone

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