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Pressekolumne

Medien | BARBARA TÓTH | aus FALTER 36/14 vom 03.09.2014

Wenn sich das Magazin der Süddeutschen Zeitung eines politischen Themas annimmt, dann ist das immer lesenswert. Letzte Woche beschrieben die Autoren Max Fellmann und Lorenz Wagner die Comebackversuche von Bettina Wulff, der Gattin des ehemaligen deutschen Präsidenten.

Ich finde das Wort "Gattin" unmöglich, aber in dem Kontext passt es. Frau Wulff hat sich nach dem unfreiwilligen Abgang ihres Gatten Christian nicht geschickt verhalten. Sie schrieb ein Rechtfertigungsbuch, hatte ihre fünf Minuten Ruhm und wurde dann vergessen. Jetzt sucht sie nach einer neuen Rolle. Einer öffentlichen. Dazu hat sie sich einen "Menschenmarken"-Macher genommen, einen "Marketier"(gesprochen: Marketié)", der einen "Masterplan" für Frau Wulff erarbeitet hat.

So einen Masterplan bräuchten in Österreich einige. Noch mehr bräuchten wir Journalisten, die deren Imageaufpolierer so gründlich sezieren, wie das SZ-Magazin es getan hat. F


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