Vom Enzi-Sitzmöbel im MQ über den Wohnberg bis zum Bildungscampus: das Büro PPAG hat (nicht nur) in Wien in allen Maßstäben seine Spuren hinterlassen

MAIK NOVOTNY | Stadtleben | aus FALTER 36/14 vom 03.09.2014

Kaum jemand erinnert sich heute noch daran, dass der Hof des Museumsquartiers in seinem ersten Jahr als gescheiterte, leere und unwirtliche Kulturwüste galt. Erst das Auftauchen einer Flotte bunter, kantiger Styroporschiffchen machte den Hof zum gastronomisch intensiven öffentlichen Raum Nummer eins, der er heute ist. Die Schiffchen hießen -vorerst nur MQ-intern - Enzis, entworfen hat sie das Architekturbüro PPAG. Das Universalmöbel wurde inzwischen weltweit kopiert, während es in seiner Urheimat nicht nur jährlich die Farbe wechselte, sondern immer wieder feingeschliffen und optimiert wird.

Wie das Duo Anna Popelka und Georg Poduschka mit diesem Wundermöbel der Geometrie zur Gemütlichkeit verhalfen, ist programmatisch für die Arbeit des Architektenteams.

Ob mit ihren Wiener Wohnbauten wie dem hufeisenförmigen Orasteig, dem 200 Meter langen Riegel am Nordbahnhof oder dem Wohnberg in Simmering, bei denen fast keine Wohnung einer anderen gleicht: PPAG machen Architektur nicht mit

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