"Die Position des Sozialministers ist falsch und feige"

SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler fordert von seiner Partei Humanismus und will den Arbeitsmarkt für Asylsuchende öffnen

Politik | INTERVIEW: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 36/14 vom 03.09.2014

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) verweigert Asylwerbern weiterhin die Arbeitserlaubnis, im Standard bekräftigte er seine Position. Harte Kritik daran übt Andreas Babler (SPÖ), der rote Bürgermeister von Traiskirchen, wo sich Österreichs größtes Flüchtlingslager befindet.

Was denken Sie über die Position Ihres Genossen Hundstorfer?

Andreas Babler: Ich halte sie für inhaltlich falsch und für politisch feige. Sozialminister Hundstorfer beteiligt sich damit am Spiel des gegenseitigen Angstschürens zwischen Arbeitslosen und Asylwerbern. Die Aufgabe eines sozialdemokratischen Sozialministers sollte sein, gegen diese Tendenzen aufzutreten. Die rechten Hetzer, die Asylwerbern vorwerfen, nichts zu tun und nur herumzulungern, sind dieselben, die gegen deren Arbeitserlaubnis sind. Die SPÖ muss die Gegenposition vertreten und darf nicht vor Angst in die Knie gehen. Sozialdemokratisch wäre ein humanistischer Zugang: Man gibt Menschen, die im Asylverfahren zurückgelassen werden,


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