Und täglich grüßt die Ich-Gesellschaft

Das Magazin Vice ist mittlerweile ein Medienimperium, das traditionellen Journalismus aber irgendwie scheiße findet

Medien | BESUCH IN DER REDAKTION: INGRID BRODNIG | aus FALTER 36/14 vom 03.09.2014


David Bogner, Chefredakteur von Vice Alps (Foto: Heribert Corn)

David Bogner, Chefredakteur von Vice Alps (Foto: Heribert Corn)

Im Durchgangszimmer steht ein ausgestopftes Murmeltier. Im Bücherregal findet man Holztaferln mit Bauernweisheiten wie „Auf der Alm, da gibt’s koa Sünd, weil die Männer müde sind“. Im Nebenraum hängt ein Plakat, auf dem zwei Dinosaurier kämpfen. Bei Vice, dem österreichischen Ableger eines Medienimperiums, ist alles irgendwie Ironie, selbst die Einrichtung des Büros im vierten Wiener Bezirk.

Das Besondere an der Redaktion ist, dass hier nur junge Menschen arbeiten: Mittzwanziger bis Mittdreißiger, die in vielen anderen Redaktionen meist nur untergeordnete Rollen spielen, haben hier das Sagen. Gemeinsam bringen die neun Redakteure Vice Österreich heraus: ein Gratismagazin und die Website, die kräftig wächst und mittlerweile 360.000 Unique Visitors im Monat hat. Das sind viele Besucher.


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