Ich bin dann kurz mal in den Karpaten

Von Hainburg nach Hundsheim über einen Hügel, der "Berg" heißt: toller Ausblick, irre Flora, bizarre Viecher

Stadtleben | GIPFELSTURM: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 36/14 vom 03.09.2014

Vorweg ein Geständnis, das weder schwerfällt noch peinlich ist: Der Autor dieser Zeilen ist den Hundsheimer Bergen seit Kindheitstagen sentimentalisch verbunden. Damals führte ihn nämlich eine in der Zeitschrift Wunderwelt lancierte, von Clio-Brause gesponserte und vom WWF organisierte Exkursion auf die so geheißenen Mugel. Dort wurde er einer Großen Sägeschrecke ansichtig, und weil er damals nicht im Traum daran dachte, einmal "was mit Medien" zu machen, sondern was mit Viechern, war er nachhaltig beeindruckt.

Den Ruf des naturkundlichen Ausnahmegebiets genießen die Hundsheimer Berge, die geologisch übrigens den Kleinen Karpaten zuzurechnen sind, noch immer, was nicht zuletzt am subpannonischen Steppentrockenrasen liegt, den man dort ausgelegt hat und auf dem Pflanzen gedeihen, die sich Gott in einer bekifften Stunden ausgedacht und nach Tieren benannt hat: Kuhschelle, Schafgarbe, Wachtelweizen, Drachenkopf - solches Zeug.

Ein ornithologisches Drama spielte sich gleich nach dem


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