Pop Tipps

Musik für den Sommer, der keiner mehr ist

Lexikon | NICOLE SCHÖNDORFER | aus FALTER 36/14 vom 03.09.2014

Hatte es vergangenes Jahr um diese Zeit noch 30 Grad, überlegt man jetzt schon, abends die Heizung aufzudrehen. Der Sommer ist dahin. Ein Hausmittel, um den Herbsteinbruch ein bisschen besser zu verkraften, ist sommerliche Musik. Von Sinkane zum Beispiel. Mit seinem dieser Tage erscheinenden zweiten Album wendet sich der hippe New Yorker mit den sudanesischen Wurzeln von seinen einst politisch inspirierten Songs ab und öffnet sein Herz. "Mean Love" klingt tatsächlich nach Liebe, Sehnsucht, Sex und Schmerz, es riecht nach Salzwasser und Kokosmilch und fühlt sich an, wie barfuß zu laufen. Wenn man es sich ganz fest vorstellt zumindest. Ahmed Gallabs Falsettgesang schmiegt sich dabei an Afrobeat, Soul und Jazz, klingt aber trotzdem nicht nach klassischer Weltmusik. Indie-Weltmusik vielleicht. Urlaub im Kopf bestimmt.

Grelle Forelle, Fr 20.00


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