Bezahlt wird nicht!

Gute Nachrichten für alle Theaterfans: Auf Wiens Bühnen geht die Saison wieder los. Schlechte Nachrichten für Theatermacher: Nur wenige können von ihrem Beruf noch leben

REPORT: WOLFGANG KRALICEK | Feuilleton | aus FALTER 36/14 vom 03.09.2014


Illustration: Jochen Schievink

Illustration: Jochen Schievink

Der Jungwild-Preis ist im Prinzip eine gute Sache. Vier österreichische Kinder- und Jugendtheaterveranstalter haben 2007 einen mit 16.000 Euro dotierten Nachwuchspreis ausgelobt, der alljährlich an drei junge Künstlerinnen und Künstler vergeben wird.

In den letzten Wochen ist aus der guten Sache ein exemplarischer Fall für die prekären Verhältnisse geworden, unter denen in Österreich freies Theater gemacht wird. Thomas Weilharter von der Gruppe Jawui war im Juni 2013 zwar mit dem Jungwild-Preis ausgezeichnet worden, hatte das Geld (€ 5333,–) aber nicht ausgezahlt bekommen.

Begründung: Der Theatermacher hatte sich geweigert, die mit dem Preis verbundenen Bedingungen zu erfüllen. Demnach muss die mit dem Preisgeld erarbeitete Inszenierung bei allen vier Veranstaltern – dem Theaterhaus Dschungel in Wien sowie den Festivals Schäxpir in Linz, Spleen in Graz und Szene Bunte Wähne in Horn – je einmal gratis gespielt werden; alle weiteren Vorstellungen werden mit maximal 125 Euro pro Darsteller honoriert.

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