Stadtrand Urbanismuskolumne

Das Raucher-und Outlaw-Dorado

Stadtleben | aus FALTER 36/14 vom 03.09.2014

Das war' s also mit dem heurigen Sommer. Aus, vorbei die Urlaubszeit. Hat man einen weiten Trip hinter sich, ist man am Reisen mit dem Flugzeug nicht vorbeigekommen, und da fällt einem so manch lokale Besonderheit des Wiener Flughafens auf. Etwa, dass er -Aushängeschild des Landes - eine Insel der Seligen ist. Zumindest aus der Sicht eines Rauchers, denn während man hierzulande die Wartezeit noch einigermaßen relaxt im Glaskobel verqualmen kann, sind die meisten internationalen Flughäfen längst rauchfreie Zone. Konsequenterweise sind die Tschick dort aus den meisten Duty-free-Shops verbannt. Apropos konsequent und Insel der Seligen: Nicht nur Raucher, auch Outlaws haben in Schwechat leichteres Spiel: Während anderswo strikte Sicherheitsvorkehrungen regieren, nimmt man's in Wien eher locker. Als die Autorin ihr Handgepäck eincheckte, hat die Dame am Sicherheitsmonitor lieber mit ihrem Handy gespielt, anstatt die durchleuchteten Gepäcksstücke zu kontrollieren und so kam es, dass sie ein im Rucksack vergessenes Stanleymesser durchwinkte. Samt Reserveklingen. Angst! F


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