Der Ruf des Terrors nach Zensur

IS-Dschihadisten posten ihre eigenen Kriegsverbrechen, und soziale Netzwerke filtern die Gräueltaten nicht. Der Massenmord erreicht unsere Sofas. Und nun?

Medien | BERICHT: FLORIAN KLENK | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014


Illustration: Oliver Hofmann

Illustration: Oliver Hofmann

Der Selbstversuch ist ein Kinderspiel: Ein paar Sekunden dauert es, die Snuffvideos der IS-Schergen zu finden, die großen Internetplattformen helfen mit. Man muss kein Darknet betreten, um die Filme zu finden, und auch keine Websites des Kalifats-TV recherchieren.

Der „User“ braucht bloß einen Gmail-Account, gibt sich bei der Registrierung als Erwachsener aus und klickt sich bei Youtube durch. Es reicht auch, die Google-Videosuche anzuwerfen. Dort, wo jede Sexszene zensiert wird, kann man mit dem Schlagwort „Beheading“ jungen Menschen beim Sterben zusehen. In seiner Uniform liegt da gerade ein junger Soldat am Boden, und ein paar vermummte IS-Dschihadisten halten ihre Smartphone-Kameras direkt vor seinen Kopf, als ob sie eine Rangelei am Schulhof filmten.


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