Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Tarocco-Blutorange von Poma

Schick und sozial: Limonade trinken für den guten Zweck

Stadtleben | MS | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Wer sich vor Ende des Sommers noch richtig erfrischen möchte, könnte das mit den Biolimonaden von Poma tun. Das Gute daran: Der Zuckergehalt des Safts kommt ausschließlich von den Früchten, was bedingt, dass das Obst möglichst lange Sonne abkriegt. Der Fruchtsaftgehalt liegt bei 60 Prozent. Der Rest ist Quellwasser mit natürlicher Kohlensäure. Möglichst regional zu arbeiten wird hier nicht praktiziert. Für das nötige Flair sorgen aber die Tarocco-Blutorangen aus Sizilien und die Golden-Granny-Äpfel aus Südtirol; es gibt noch weitere sympathische Apfel-Kombinationen mit Ingwer und Limette. Das Design ist smart und zurückhaltend, das Marketing weitgehend frei von Schnickschnack. Gut, die Mythologie wird ins Spiel gebracht, denn die Limo ist der römischen Göttin Pomona gewidmet. Sie soll für das prächtige Gedeihen von Baumfrüchten zuständig gewesen sein. Es werden auch Opfer gebracht, sprich Geld gespendet: Zehn Prozent des Reingewinns gehen an das Kinderhilfswerk.

Blutorange trinkt sich wunderbar säuerlich und kommt ohne Fruchtfasern aus, die gerne zwecks Erhöhung von Authentizität belassen werden. Der avancierte "Apfelsaft gespritzt" wirkt dagegen ordentlich süß, was der eher herbe Gaumen eventuell weiter aufzuspritzen beliebt. Hinter Poma stehen auch vier spritzige Menschen, die sich der guten Sache verschrieben haben: "Simone, Michael, Anna und Uwe" wollen Slow-Getränke in Österreich etablieren. Die Konkurrenz ist mittlerweile recht hart geworden.


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