Jazz Tipps

Freier Jazz mit einem Faible für die Beatles

Lexikon | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Der bekannteste und meistgecoverte Beatles-Song mag "Yesterday" sein, das Kritiker-Ranking der allerbesten Komposition der Fab Four gewinnt aber gerne "A Day in the Life", das Schlussstück des 1967 veröffentlichten Albums "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band". Als Ganzes ist dieses verspielte Konzeptwerk die einzige wirklich überschätzte Beatles-Platte, bei dem Song selbst handelt es sich aber in der Tat um ein Meisterstück. Er ist vertrackt, vielschichtig, schwer zu ergründen und bei allem Hirnschmalz, das dafür aufgewendet wurde, doch einfach auch ein faszinierender Popsong. Von "A Day in the Life" existieren natürlich auch unterschiedlichste Coverversionen.

Eine weitere -rein instrumental angelegt und sehr ansprechend umgesetzt -kommt jetzt vom österreichisch-niederländischen Jazzquartett Max Nagl (as), Herwig Gradischnig (ts), Peter Herbert (b) und Michael Vatcher (dr). Das zugehörige Album heißt, minimal variiert, "A Day in My Life", es erscheint auf Handsemmel Records, dem Label des Falter-Feuilletonchefs Klaus Nüchtern, und überzeugt auch in den sieben Eigenkompositionen mit der Freiheit zugeneigtem und doch stets sehr aufgeräumtem und kompaktem Jazz. GS Porgy &Bess, Sa 20.30


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