Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Zehn Jahre Heute. Danke, Eva Dichand, für all die Geschenke!

Falter & Meinung | VON ARMIN THURNHER | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Es ist schön, wenn man merkt, wofür man lebt. Ich zum Beispiel lebe für Heute. Schon seit Jahrzehnten. Seit gefühlten Jahrhunderten. Heute ist jung. Alterslos. Hört nie auf. Kommt immer wieder. Selbst das Murmeltier winkt ab. Heute ist die zeitgenössische tägliche Erscheinung Österreichs. Freut euch, Leute!

Was wir Heute alles verdanken! Wir hätten vielleicht einen anderen Kanzler, gäbe es Heute nicht. Da sitzt auch der bescheidene Kardinal (wie's mich reute, gäb's kein Heute, denkt er), der junge smarte Außenminister, er liest Heute, wo er nur kann, und bringt das gebrauchte Exemplar nach vorn im Flugzeug, wo der Landwirtschaftsminister sitzt, gleich links, da sitzt er, neben dem neuen Finanzminister, diesem tüchtigen Durchreißertyp. Da lächelt der hintersinnige Kulturminister.

Das Foto vom Zehnjahresfest von Heute im Belvedere ist ein historisches Dokument. Der Wiener Bürgermeister bringt einen unbeteiligten Gesichtsausdruck zusammen, der niederösterreichische Landeshauptmann


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