"Was die ÖVP hier stark macht, ist ihre Unaufgeregtheit"

Hanno Loewy, Direktor des Jüdischen Museums Hohenems, über die Macht der Volkspartei und die Beschimpfungen der FPÖ

INTERVIEW: RUTH EISENREICH | Politik | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Drei Worte beendeten 2009 die 35 Jahre währende schwarzblaue Koalition in Vorarlberg: Als "Exiljuden aus Amerika" hatte FPÖ-Landeschef Dieter Egger den in Deutschland geborenen Leiter des Jüdischen Museums Hohenems, Hanno Loewy, bezeichnet. Daraufhin flog er aus der Regierung. Am 21. September wählen die Vorarlberger den Landtag neu, Umfragen zufolge wird die ÖVP ihre absolute Mehrheit verlieren. Die FPÖ und vor allem die Grünen gelten als wahrscheinlichste zukünftige Koalitionspartner von ÖVP-Landeshauptmann Markus Wallner. Aus Anlass der Wahlen baten wir Hanno Loewy als aufmerksamen Beobachter des Geschehens, uns die derzeitige Lage des Ländles zu schildern.

Falter: Herr Loewy, können Sie uns Wienern Vorarlberg erklären?

Hanno Loewy: Es ist ein widersprüchliches Land: in mancher Hinsicht konservativ und provinziell, in anderer Hinsicht modern und weltoffen. Einerseits ist es hochindustrialisiert und ökonomisch gut aufgestellt und pflegt einen pragmatischen, unideologischen

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