Nüchtern betrachtet

Marmelentensichtungen sind schwarzer Gürtel

Feuilleton | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Im Seewinkel herrschte vergangenes Wochenende ein großes Hallo. Aus ganz Österreich waren Menschen mit Spektiven, Stativen und unterarmlangen Teleobjektiven angereist, weil die Sichtung einer Marmelente vermeldet worden war. Zu gewalttätigen Ausschreitungen kam es nicht, denn Birdwatcher sind voll die caring 'n' sharing people; die schauen sich die Vögel ja nicht gegenseitig weg, sondern klopfen einem Spektivnachbarn glatt freundlich auf die Schulter und sagen: "Schau, da auf zwei Uhr, rechts von dem Säbelschnäbler mitten unter den Löffel-und Schnatterenten -ich glaub, da hockt sie, die Marmelente."

So eine Marmelente, von der Typen wie ich, die froh sind, wenn sie einen Garten-von einem Hausrotschwanz unterscheiden können, noch nie gehört haben, sieht ganz putzig, aber mäßig spektakulär aus. Träfe man beim Schwammerlbrocken zufällig auf den Zauberer Zwackelmann, dann würde man vielleicht die Flucht nach vorne antreten und sagen: "Hey, Petrosilius, alte Hundehütte, ich hab


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