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IT-Kolumne

Medien | INGRID BRODNIG | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Apps sind im heutigen Leben fast schon eine Heilslehre. Man glaubt, alles wird besser, wenn man nur die richtige App findet. Zu dick? Eine App hilft einem sicher beim Abnehmen. Zu verpeilt? Mit dieser To-do-Software wird alles besser. Auch Firmen glauben, Apps lösen grundsätzliche Probleme. Zum Beispiel, dass man nur die richtige App finden muss, dann zahlen die Leute wieder für die Tageszeitung. Oder dass einem die richtige App hilft, wenn das Produkt ansonsten absolut unsexy ist. Das ist natürlich komplett unrealistisch.

Ich habe zum Beispiel schon sehr viele Fitness-Apps installiert und dann wochenlang ignoriert. Eine App kann eben nicht unser gesamtes Verhalten ändern, und eine App allein macht ein Produkt nicht besser. Aber es ist eh herzig, wie viel Hoffnung wir in die Gadgets hineinstecken. Immerhin ist App-Gläubigkeit besser als sonstiger religiöser Wahnsinn. In diesem Sinne: Gehet hin und ladet runter!


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