Theater Kritik

Liebe-Liebe-Liebelei: Schnitzler im Glashaus

Lexikon | MARTIN LHOTZKY | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Ewig diese Duelle! In Arthur Schnitzlers "Liebelei" glaubt das "süße Mädel" Christine (Alma Hasun) an die Liebe, ihr fescher Leutnant Fritz (Florian Teichtmeister) verschweigt ihr aber selbst beim letzten Rendezvous, dass er sich bald mit einem Herrn schießen wird, dem er Hörner aufgesetzt hat. Dramenlogische Folge: Er "fällt", sie wird sich vermutlich das Leben nehmen. Alexandra Liedtke inszeniert das in der Josefstadt ganz klassisch, keine Spur von Moderne -abgesehen vom beeindruckenden Bühnen-Glaskobel, der sowohl Fritzens nobles Heim als auch Christines ärmliche Bleibe vorstellt. Gespielt wird sehr gut, für Otto Schenk als Christines Vater fallen sogar ein paar Lacher ab. Der Stoff ist in dieser Form aber hoffnungslos überholt.

Theater in der Josefstadt, Do 19.30


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige