Basics Grundkurs Kochen (264)

Angst vor einer Speisepanne? Mach dir eine Bohnenpfanne!

Stadtleben | OS | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Der klassische Bohneneintopf ist ein billiger, unkomplizierter Sattmacher. Der bärtige Kroate unseres Vertrauens, Ilija, nennt das Gericht spielerisch "Zwohnen", Zwiebeln und Bohnen. Dafür zuerst eine Zwiebel in Scheiben oder Würfel schneiden, in einer Pfanne in etwas Öl oder Butter glasig anschwitzen. Eine Dose Kidneybohnen je nach gewünschter Süße mit oder ohne Flüssigkeit dazugeben. Zehn Minuten unter sporadischem Rühren anbraten. Salz, Pfeffer, fertig. Ganz basic.

Aber jetzt kommt der Kniff, denn diese Pfanne ist eines der vielseitigsten Schmankerln der studentischen Küche; der Entscheidungsbaum steht dem einer nächtlichen McDonalds- Bestellung um nichts nach. Gehackte Paradeiser verwandeln die raue Textur in eine sämig süßliche Creme, wer zu faul ist, nimmt Tomatenmark.

Eintopfliebhaber haben vermutlich schon lange Mais und Erdäpfel dazugekippt, trotzdem sollten sie nicht unerwähnt bleiben. Fleischtiger werfen sowieso Speck auf alles, was gut riecht. Mit Bier aufgekocht wird die Speise deutlich komplexer, wer ganz exquisit sein möchte, nimmt Weißwein. Paprikapulver, Knoblauch, Muskatnuss, Petersilie, Majoran, Oregano - die Liste an Kräuter-und Gewürzkombinationen ist lang wie schmackhaft. Und so kreiert man innerhalb einer Viertelstunde mühelos eine interessante Delikatesse für jede Tageszeit und Lebenslage. "Zwohnen gehen immer!", sagt Ilija. Ilija hat recht.

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