Kolumne Außenpolitik

Russland: die späte Rache eines tief gefallenen Imperiums


RAIMUND LÖW
Falter & Meinung | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Auf den ersten Blick mündet die Ukraine-Krise in einem Patt.

Vorausgesetzt, der Waffenstillstand hält, wird es Neurussland als zusammenhängendes staatliches Gebilde im südöstlichen Teil der Ukraine vorläufig nicht geben. Mit Ausnahme der Krim bleibt der Süden des Landes in ukrainischer Hand. Wladimir Putin hat den Vormarsch der durch hunderte Panzer und tausende Soldaten aus Russland verstärkten Separatisten per Ukas gestoppt. Aber die Situation ist labil. Das taktische Manöver verschafft dem Kreml ein Faustpfand, um den Kurs in Kiew zu beeinflussen. Scheitert der Plan, dann ist eine kalte Spaltung des Landes immer noch möglich.

Denn die aus Russland eingeschleusten Milizionäre behalten die Kontrolle in der Millionenstadt Donezk und in anderen Gebieten im Osten. Ihre Waffen werden sie nicht abgeben. Ihre Herrschaft werden sie verteidigen. Die reale Machtaufteilung in der Ostukraine wird Verhandlungssache, wobei der Kreml immer die Möglichkeit hat einzugreifen. Die Grenze nach

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