"Alle Filmemacher sind besessen vom menschlichen Körper, ja müssen es sein!"

Mit "Maps to the Stars" hat David Cronenberg einen Film darüber gemacht, was Hollywood mit einem anstellen kann. Ein Gespräch über das Geld und den Körper

Feuilleton | INTERVIEW: JULIA PÜHRINGER /CANNES | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Cannes im Mai, auf der Dachterrasse eines noblen Nachtclubs. Strenge Pressebetreuer checken Listen gegen, Journalisten harren in Kleingruppen, die Sonne scheint auf die teuren Yachten im funkelnden Meer. David Cronenbergs Hollywood-Abrechnung "Maps to the Stars" wurde beim Filmfestival wohlwollend aufgenommen, über die Oberflächlichkeit der Dinge weiß man hier gut Bescheid - Cronenberg selbst, der freundliche, silberhaarige filmische Chronist menschlicher Grausam-und Grauslichkeiten ("The Dead Zone","Naked Lunch","Crash","Eastern Promises"), erzählt im Interview ebenso entgegenkommend wie bescheiden von den für Außenstehende recht abstrus anmutenden Gesetzmäßigkeiten seines Berufs.

Falter: Kaum zu glauben, aber wahr: "Maps to the Stars" ist der erste Film, bei dem Sie auch in den USA gedreht haben. Wie das?

David Cronenberg: Ich habe zwar einige Filme gedreht, die in den USA spielen -wie "The Dead Zone","Cosmopolis" oder "A History of Violence" -, aber in Amerika zu drehen ist üblicherweise


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