Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Schüler setzen sich gegen einen Burschenschafter im Stadtschulrat ein

Politik | INGRID BRODNIG | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Freitag, Mariahilfer Straße: Drei Burschen verteilen Flyer. Auf ihnen ist das durchgestrichene Gesicht eines FPÖlers zu sehen. Sie wollen verhindern, dass Maximilian Krauss Vizepräsident im Wiener Stadtschulrat wird, wie seine Partei fordert. "Wir waren entsetzt, als wir das hörten", sagt Nathan Spasic, 18, der heuer maturierte. Krauss ist ein rechter Provokateur, der auch schon eigene "Ausländerklassen" anregte. "Wir Schülerinnen und Schüler wollen uns nicht aufgrund der Herkunft auseinanderdividieren lassen", so Spasic. Er und seine Freunde haben einen offenen Brief verfasst und eine Demo geplant, siehe facebook.com/toleranzstatthass.

Montags darauf steht fest, dass Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) die Bestellung von Krauss ablehnt. Spasic glaubt, er hat zu diesem Erfolg beigetragen. Er wird am 18. September trotzdem demonstrieren. "Die FPÖ will das anfechten und bis zum Verfassungsgerichthof gehen. Wir wollen weiterhin ein Zeichen setzen."


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