Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 37/14 vom 10.09.2014

Pop

Death From Above 1979: The Physical World

Das kanadische Duo mutet zuerst an wie eine dieser modernen Hardcore-Punkbands, die mittlerweile ja kaum mehr zu unterscheiden sind. Die harten Riffs, die rasanten Drums, der aufgeregte Gesang -alles scheint dafür zu sprechen. Doch dann wird das Ganze plötzlich tanzbar, noisepoppig und einfach so viel besser, als eine dieser Pogo-evozierenden 08/15-Truppen je sein könnte. DFA 1979 sind nach zehn Jahren Aufnahmepause wieder da, mit viel Lärm und Karacho. Auch für Zartbesaitete geeignet. (Caroline) NSCH

Pop

Coves: Soft Friday

Eine in Scherben liegende Beziehung der Sängerin lieferte dem jungen britischen Duo Coves den Stoff für sein Debütalbum. "My heart stops beating for you" heißt es da etwa, gesungen aber weniger wütend oder verletzt, sondern vielmehr abgeklärt und leicht entrückt. Dazu setzt es elektronisch unterfütterten 60s-Girlgroup-Pop mit einer Extraportion Hall und schwarzem Rand unter den Fingernägeln, Garagengeschrammel in der epischen Wallof-Sound-Version sowie von Zuckerwatte umhüllten Rock 'n' Roll. (Nettwerk) GS

Jazz

Muthspiel/Swallow: Simple Songs

Quasi als Auskoppelung aus dem Quartett Christian Muthspiels spielt der Posaunist (der hier auch Flöten und Tasteninstrumente bedient) mit seinem Bassisten Steve Swallow im Duo "einfache Lieder". Der adäquat betitelte Opener "Pas de deux tranquille" entspricht dieser Vorgabe perfekt. Ansonsten sind die elf Kompositionen, unter denen sich langsame und schräge Walzer ebenso finden wie folkloristische und bluesige Stücke, vor allem intim improvisierte Duette. (In+Out) K N Live: Christian Muthspiel 4, 22.9., Porgy &Bess


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