Frauenmusik ohne Blümchen und Teddys

Musik mit Haltung: das queer-feministische Wiener Plattenlabel Unrecords und die Band Petra und der Wolf

Feuilleton | PORTRÄT: GERHARD STÖGER | aus FALTER 38/14 vom 17.09.2014

Die beiden Frauen haben keine Hemmungen, das F-Wort auszusprechen. Ganz im Gegenteil. "Für mich ist Feminismus überhaupt kein alter Schuh", sagt die 32-jährige Musikerin Petra Schrenzer.

Ihr T-Shirt ist verwaschen, auf den rechten Unterarm hat sie einen Anker tätowiert, nur selten hält sie keine Zigarette in der Hand. "Geht man mit offenen Augen durch die Welt, wird einem schnell klar, dass sich seit der feministischen Bewegung nur wenig wirklich verändert hat. Natürlich, es hat sich einiges getan, und Nationalratspräsidentinnen gibt es inzwischen auch, aber strukturell? Und im Zwischenmenschlichen? In den Köpfen ist die Gesellschaft nach wie vor sexistisch angelegt, Feminismus ist daher brandaktuell."

Aurora Hackl Timón, 29, stimmt ihr zu: "Sexismus merkt man in jeder Alltagsbegebenheit. Sexismus und auch so eine Heteronormativität." Die Sängerin und Gitarristin Petra Schrenzer und die Schlagzeugerin und Saxofonistin Aurora Hackl Timón spielen gemeinsam beim Wiener Rocktrio


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