Höllentrip im Wienerwald

Erst speiben, dann high sein: Unsere Autorin hat sich am Wiener Stadtrand auf eine Reise eingelassen - mit Schamanen und Indianerdrogen

Stadtleben | REPORTAGE: KATHARINA LAU | aus FALTER 38/14 vom 17.09.2014

Die uralte Indianermedizin Ayahuasca ist als halluzinogene Spaß-und Selbsterkenntnisdroge längst auch in Österreich angekommen. Was genau passiert, wenn man den stinkenden Lianen-Sud konsumiert, weiß trotzdem keiner so genau. Nur eines ist sicher: der Kontrollverlust über alle Körperöffnungen. So will es das Ritual. Ein Ayahuasca-Trip ist schließlich harte Arbeit, der Kater kommt bei dieser Droge nämlich schon vor dem Rausch. Ich war zu Besuch auf einem Ayahuasca-Seminar am Stadtrand von Wien. Und es war die Hölle.

Tag 1: Chakra hier, Chakra da

Schüttelfrost, kalter Schweiß, permanente innere Unruhe. Heroin ist ständig präsent. Überall und jede Minute. Eigentlich ein ganz normaler Donnerstag. Aber Leonie* hat die Schnauze voll. Sie will den Absprung schaffen und sucht Rettung in der Schamanendroge Ayahuasca. Leonie ist auf Entzug. Und Ayahuasca ist ihre große Hoffnung: "Für mich ist das eine Anti-Drogen-Droge. Ich bin jetzt 42 und schon so tief in dem Sumpf drin, dass nur


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