Neue Bücher Psychiatrie und Mittelstand

Feuilleton | aus FALTER 38/14 vom 17.09.2014

Der große US-Satiriker Kurt Vonnegut

(1922-2007) hatte zeit seines Lebens immer wieder Depressionen und Alkoholprobleme. Als er, der unwillentlich zur Galionsfigur der Gegenkultur geworden war, um 1970 seine größten Erfolge feierte, landete sein Hippiesohn wohl nicht zuletzt wegen seines exzessiven Drogenkonsums in der Psychiatrie. In "Eden Express", das im amerikanischen Original in den 1980er-Jahren erschienen war, erinnert sich Mark Vonnegut, heute als Kinderarzt tätig, an "Die Geschichte meines Wahnsinns"(Untertitel) zurück. Nicht nur aus dieser Perspektive ist seine Geschichte interessant. Fast noch mehr taugt sie als -gar nicht wehmütige -Rückblende auf ein schmales Zeitfenster, in dem vieles möglich schien. So versuchte Vonnegut Jr., sich gemeinsam mit Freunden an einem Leben als Selbstversorger auf einer kleinen Insel in Kanada. Lang ging das freilich nicht gut: Die Kommune wurde zum Horrortrip. SF

Mark Vonnegut: Eden Express. Die Geschichte meines Wahnsinns. Deutsch von Johann


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